Forschung

Die Forschungsaktivitäten des ÖZBF umfassen:

  • Begleitforschung zur Qualitätssicherung eigener Entwicklungen
  • Aufbereitung von relevanten Forschungsbefunden für die Praxis
  • Beteiligung, Anregung und Kooperation bei wissenschaftlichen Studien, die die Güte praktischer Fördermodelle überprüfen und/oder wichtige theoretische Grundlagen der Begabungs- und Exzellenzforschung beleuchten
  • Anregung und Impulssetzung für weitere Forschung im Feld

    mehr zum Forschungsleitbild des ÖZBF

 

Die Begleitforschung befasst sich mit der wissenschaftlichen Güteprüfung von Projekten des ÖZBF und insbesondere mit:

  • Analyse und Entwicklung von Maßnahmen der Begabungs- und Exzellenzförderung
  • Untersuchung von Wirkung und Nachhaltigkeit verschiedener Fördermodelle
  • Erstellung von Instrumenten und Materialien zur pädagogischen Diagnostik
  • Begleitforschung zu Professionalisierungsmaßnahmen von Pädagoginnen und Pädagogen

Evaluation zum Regionalentwicklungsprojekt „BeRG – Begabung entwickelt Region und Gemeinde“

Im Oktober 2015 ist das vom ÖZBF in Kooperation mit dem Landesschulrat Salzburg entwickelte BeRG-Programm gestartet. BeRG steht für Begabung entwickelt Region und Gemeinde und ist österreichweit einzigartig. Ziel dieses Programms ist es, in der Region Oberpinzgau eine wertschätzende Atmosphäre für alle Begabungen sowie begabungsförderliche Strukturen und Bedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Eine Reihe nachhaltiger institutionen- und gemeindeübergreifender Initiativen sind darauf ausgerichtet, die Potenziale von Kindern und Jugendlichen optimal zu fördern.

Zum besseren Verständnis der Strukturen und Gegebenheiten vor Ort, der vorausschauenden Steuerung sowie der Wirkungskontrolle des BeRG-Programms und der darin stattfindenden einzelnen BeRG-Initiativen und Veranstaltungen werden auf verschiedenen Ebenen Evaluationsdaten gesammelt und ausgewertet.

mBETplus ist ein flexibel einzusetzendes Verfahren für die individuelle Begabungsentwicklung bei Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren. Im Mittelpunkt der Fördergespräche mit mBETplus steht die Förderung von Metakompetenzen und der Eigenverantwortung des jeweiligen Jugendlichen für den eigenen Entwicklungsprozess.

Aktuell läuft die Evaluierung des ersten Ausbildungslehrgangs zum mBETplus-Coach.

Evaluation einer separativen Begabtenförderungsmaßnahme an der Handelsakademie 1 in Salzburg

An der BHAK I in Salzburg werden seit 1990 1-2 Klassenzüge pro Jahr als englischsprachige Schwerpunktklassen, sogenannte Euroklassen, geführt. Dabei werden einzelne Unterrichtsgegenstände unter Einbindung von Elementen der Fremdsprachendidaktik in Englisch unterrichtet (Content and language integrated learning – CLIL).

Zur Qualitätssicherung und -überprüfung dieser Unterrichtsmethode wurde das ÖZBF um eine externe Evaluation gebeten. Bei der Evaluation sollen vorwiegend der Erfolg und die Wirksamkeit der Euroklassen überprüft werden. Somit stehen die im Qualitätsbereich Output, d.h. die Ergebnisse und Wirkungen schulischer Arbeit, angeführten Teilbereiche im Fokus. Daneben erfolgt eine Bestandsaufnahme der besonderen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Schule (v.a. Expertise des Lehrer/innenteams der Euroklasse, Publikation von international angesehenen Lehrbüchern zu CLIL, Sonderstellung des Angebots und Einzugsgebiet der Schülerschaft).

Formative Evaluation zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung

Die Sir-Karl-Popper-Schule (SKP), ein bereits seit 1998 als Schulversuch geführter Teil des Wiedner Gymnasiums in Wien, bietet spezielle Begabtenklassen an. An der SKP werden je zwei Klassen pro Jahrgang von der 9. bis zur 12. Schulstufe parallel zu den anderen Oberstufenklassen des Wiedner Gymnasiums geführt. Intellektuell besonders begabte Schüler/innen werden mit speziell auf die Zielgruppe abgestimmten Strukturen, didaktischen Methoden und Fördermaßnahmen in ihrer individuellen Begabungsentwicklung unterstützt.

Das ÖZBF begleitete mit einer formativen externen Evaluierung die laufende schulinterne Weiterentwicklung.

Evaluation des Frühstudienprogramms in Österreich

Das ÖZBF koordiniert das Programm Schüler/innen an die Hochschulen, bei dem Schüler/innen bereits während der Schulzeit Vorlesungen an vielen verschiedenen österreichischen Hochschulen besuchen können und nach abgeschlossener Matura die abgelegten Lehrveranstaltungsprüfungen voll angerechnet bekommen.

Zum Zeitpunkt der Evaluation nahmen 15 Hochschulen in Österreich an dem Programm teil. Viele Hochschulen haben erkannt, dass das Programm nicht nur den Schülerinnen und Schülern eine einmalige Chance bietet, ihre Interessen auszuloten und ihren Horizont zu erweitern, sondern auch den Hochschulen die Möglichkeit gibt, zukünftige exzellente Studierende frühzeitig an ihre Hochschule zu binden. In der Evaluation wurden Erfahrungen und Bewertungen der aktuellen Teilnehmer/innen gesammelt und aufbereitet.

Abschlussbericht zum Download