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Vorzeitiges Einschulen

Bei allgemeiner kognitiver Unterforderung kann die Möglichkeit einer vorzeitigen Einschulung als Akzelerationsmaßnahme überlegt werden. Kinder mit großem Entwicklungsvorsprung dürfen laut Gesetz bereits eingeschult werden, wenn sie bis zum 1. März des folgenden Kalenderjahres das 6. Lebensjahr vollenden.

 

Eine vorzeitige Einschulung ist empfehlenswert, wenn

  • die individuelle Förderung des Kindes im Rahmen des Angebots und der Möglichkeiten des Kindergartens nicht mehr ausreichend gegeben ist und sich das Kind deshalb im Kindergarten nicht mehr wohlfühlt,
  • Unterforderung und Langeweile nicht nur aktuell im Kindergarten, sondern bei regulärer Einschulung auch in der Schule zu erwarten sind. Eine vorzeitige Einschulung kann möglicherweise das spätere Überspringen einer Schul­stufe ersparen. Generell ist davon auszugehen, dass das Überspringen einer Schulstufe durch ver­schiedene Umstände (Eingewöhnung in bestehende Klassengemeinschaft, Nachholen von Schulstoff, Sonder­status etc.) für Kinder stärker belastend ist als eine vorzeitige Einschulung.

 

Weitere Informationen zu relevanten Überlegungen, die beim Entscheidungsprozess unterstützen können, zu Voraussetzungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zur vorzeitigen Einschulung, zur praktischen Vorgehensweise und zu den gesetzlichen Bestimmungen findet man im Leitfaden Akzeleration.