Forschung

Die Forschungsaktivitäten des ÖZBF umfassen:

  • Begleitforschung zur Qualitätssicherung innovativer Entwicklungen
  • Aufbereitung von relevanten Forschungsbefunden für die Praxis
  • Beteiligung, Anregung und Kooperation bei wissenschaftlichen Studien, die die Güte praktischer Fördermodelle überprüfen und/oder wichtige theoretische Grundlagen der Begabungs- und Exzellenzforschung beleuchten
  • Anregung und Impulssetzung für weitere Forschung im Feld

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Die Begleitforschung befasst sich mit der wissenschaftlichen Güteprüfung von Projekten des ÖZBF und Kooperationspartnern, insbesondere mit:

  • Analyse und Entwicklung von Maßnahmen der Begabungs- und Exzellenzförderung
  • Untersuchung von Wirkung und Nachhaltigkeit verschiedener Fördermodelle
  • Erstellung von Instrumenten und Materialien zur pädagogischen Diagnostik
  • Begleitforschung zu Professionalisierungsmaßnahmen von Pädagoginnen und Pädagogen

mBETplus ist ein flexibel einzusetzendes Verfahren für die individuelle Begabungsentwicklung bei Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren. Im Mittelpunkt der Fördergespräche mit mBETplus steht die Förderung von Metakompetenzen und der Eigenverantwortung des jeweiligen Jugendlichen für den eigenen Entwicklungsprozess.

Die aktuell laufenden Evalierung betrifft den zweiten Ausbildungslehrgang zum mBETplus-Coach.

Das Projekt Go4IT (Go4IT – Teile des Informatik Bachelor of Science Universitätsstudiums parallel zur AHS-Oberstufe) soll Schüler/innen in die Welt der Informatik einführen und sie dafür begeistern. Go4IT ist ein Projekt der Universität Salzburg (Leitung Prof. Dr. Wolfgang Pree, FB Computerwissenschaften), welches vom Land Salzburg gefördert wird.

Go4IT ermöglicht AHS-Schülerinnen und -Schülern der Sekundarstufe II (9.–12. Schulstufe), Lehrveranstaltungen eines Universitäts-Bachelor-Studiums Informatik zu absolvieren. Die Kurse des Projekts werden parallel und ergänzend zum laufenden Informatik-Unterricht an den Schulen angeboten. Das Ziel von Go4IT ist, den Schülerinnen und Schülern eine fundierte IT-Berufsausbildung parallel zur Oberstufe von allgemeinbildenden höheren Schulen anzubieten. Durch das Go4IT-Projekt soll Schülerinnen und Schülern ein breiter Überblick über Informatik sowie eine Einführung in Programmierung und maschinelles Lernen (Künstliche Intelligenz) vermittelt werden. Durch die Anrechenbarkeit von Go4IT für ein späteres Studium wird zudem der Einstieg in ein späteres Hochschulstudium erleichtert. Neben dem Wissensvorsprung dient Go4IT auch dazu, die Motivation für ein Informatikstudium und einen späteren IT-Beruf zu erhöhen, auch die Einstellung zu und das Verständnis für Informatik soll dadurch verbessert werden.

Die Talentecamps Tandalier (TACATA) sind Talentecamps für jeweils ca. 50 Schüler/innen der 3. und 4. Klasse Volksschule. Die dreitägigen Talentecamps finden mehrmals im Schuljahr im Bundesland Salzburg statt. Dabei können begabte und besonders interessierte Kinder mit erfahrenen Expertinnen und Experten und unter professioneller Aufsicht in neue Wissensgebiete eintauchen und ihre eigenen Talente vertiefen. Um die Wirkungen dieser Begabtenförderungsmaßnahme zu erfassen und um die formative Qualitätssicherung zu unterstützen, werden die Talentecamps laufend evaluiert.

Zum Evaluationsbericht.

Evaluation zum Regionalentwicklungsprojekt „BeRG – Begabung entwickelt Region und Gemeinde“

Von 2015 bis 2018 wurde in der Region Oberpinzgau das vom ÖZBF entwickelte BeRG-Programm umgesetzt. BeRG steht für Begabung entwickelt Region und Gemeinde und ist ein österreichweit einzigartiges Programm mit dem Ziel, in einer Region eine wertschätzende Atmosphäre für alle Begabungen sowie begabungsförderliche Strukturen und Bedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dazu wurde eine Reihe nachhaltiger institutionen- und gemeindeübergreifender Initiativen umgesetzt, um die Potenziale von Kindern und Jugendlichen optimal zu fördern.

Um die Projektaktivitäten während des Programms laufend zu optimieren und gleichzeitig die Erreichung der Ziele des BeRG-Programms zu überprüfen, wurden sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsmethoden angewandt und deren Ergebnisse in einem umfassenden Evaluationsbericht festgehalten.

Evaluation einer separativen Begabtenförderungsmaßnahme an der Handelsakademie 1 in Salzburg

An der BHAK I in Salzburg werden seit 1990 1–2 Klassenzüge pro Jahr als englischsprachige Schwerpunktklassen, sogenannte Euroklassen, geführt. Dabei werden einzelne Unterrichtsgegenstände unter Einbindung von Elementen der Fremdsprachendidaktik in Englisch unterrichtet (Content and language integrated learning – CLIL).

Zur Qualitätssicherung und -überprüfung dieser Unterrichtsmethode wurde das ÖZBF um eine externe Evaluation gebeten. In dieser Evaluation wurde überprüft, ob der sowohl fachlich als auch sprachlich herausfordernde Unterricht in den Euroklassen sich auf die wahrgenommene Schul- und Unterrichtsqualität (u.a. Zufriedenheit, Klassen- und Schulklima und Lernmotivation) bzw. auf berufsrelevante Aspekte (u.a. Schul- und Laufbahnerfolg, Auslandserfahrung) auswirkt. Dazu wurden aktuelle und ehemalige Schüler/innen der Euro-Klassen und der klassischen HAK I-Klassen zu unterschiedlichen Aspekten der Schul- und Unterrichtsqualität, aber auch zu berufsrelevanten Aspekten befragt. Die Teilnahme war anonym und freiwillig.

Kurzfassung Evaluationsbericht

Formative Evaluation zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung

Die Sir-Karl-Popper-Schule (SKP), ein bereits seit 1998 als Schulversuch geführter Teil des Wiedner Gymnasiums in Wien, bietet spezielle Begabtenklassen an. An der SKP werden je zwei Klassen pro Jahrgang von der 9. bis zur 12. Schulstufe parallel zu den anderen Oberstufenklassen des Wiedner Gymnasiums geführt. Intellektuell besonders begabte Schüler/innen werden mit speziell auf die Zielgruppe abgestimmten Strukturen, didaktischen Methoden und Fördermaßnahmen in ihrer individuellen Begabungsentwicklung unterstützt.

Das ÖZBF begleitete mit einer formativen externen Evaluierung die laufende schulinterne Weiterentwicklung.

Evaluation des Frühstudienprogramms in Österreich

Das ÖZBF koordiniert das Programm Schüler/innen an die Hochschulen, bei dem Schüler/innen bereits während der Schulzeit Vorlesungen an vielen verschiedenen österreichischen Hochschulen besuchen können und nach abgeschlossener Matura die abgelegten Lehrveranstaltungsprüfungen voll angerechnet bekommen.

Zum Zeitpunkt der Evaluation nahmen 15 Hochschulen in Österreich an dem Programm teil. Viele Hochschulen haben erkannt, dass das Programm nicht nur den Schülerinnen und Schülern eine einmalige Chance bietet, ihre Interessen auszuloten und ihren Horizont zu erweitern, sondern auch den Hochschulen die Möglichkeit gibt, zukünftige exzellente Studierende frühzeitig an ihre Hochschule zu binden. In der Evaluation wurden Erfahrungen und Bewertungen der aktuellen Teilnehmer/innen gesammelt und aufbereitet.

Abschlussbericht zum Download

Im Jahr 2003 wurde vom ÖZBF und auf Wunsch der Bundesländer eine gesamtösterreichische Evaluation der Sommerakademien durchgeführt. Es ging darum, die Sommerakademien als Fördermaßnahme im Rahmen der österreichischen Begabtenförderung genauer zu charakterisieren und insbesondere deren Nachhaltigkeit sowie ihre Bedeutung aus dem Blickwinkel der teilnehmenden Jugendlichen zu erforschen.