Elementarpädagog/innen

 

Neurobiologische Erkenntnisse weisen darauf hin, dass sich das Gehirn so entwickelt, wie es selbstaktiv benutzt wird und es somit die Erfahrungen sind, die das Gehirn formen und prägen. Darum sind in der Entwicklung eines Menschen gerade die ersten Lebensjahre so bedeutsam zur Sammlung von Erfahrungen in vielfältigen Wissens- und Könnensbereichen.

Studien belegen (z.B. OECD-Studie „Starting Strong“) die Wichtigkeit der frühen positiv geprägten Arbeit mit Kindern, um Chancengerechtigkeit herzustellen und ALLE Kinder bestmöglich auf ihr Leben vorzubereiten. Nur wenn kindliche Begabungen früh geweckt und gefördert werden, können sie sich optimal entfalten. Werden Begabungen jedoch nicht wahrgenommen, verkümmern sie.

Leitfaden zum ÖZBF Lehrgang „Begabungen im Kindergarten“

Dieses Handbuch gibt Einblick in die inhaltliche und strukturelle Umsetzung des Lehrgangs, der bisher zweimal durchgeführt wurde. Der Leitfaden „Begabungen im Kindergarten“ soll Fort- und Weiterbildungsinstitutionen im elementarpädagogischen Bereich als Unterlage zur Umsetzung des Lehrgangs dienen.

Kurzversion des Leitfadens (Um die Gesamtversion des Leitfadens zu erhalten, schicken Sie bitte ein Mail an elisabeth.boegl@oezbf.at)

Im Rahmen des Lehrgangs erwerben die Teilnehmer/innen Wissen und Kompetenzen zur Identifikation von Begabungen und zur Begabungsförderung in der frühen Kindheit. Der Lehrgang umfasst in der Originalkonzeption 6 Präsenzeinheiten, E-Learning-Angebote über eine Moodle-Plattform und die Zusammenarbeit in kleineren Arbeitsgruppen, um den Pädagoginnen und Pädagogen eine möglichst praxisnahe Fortbildung zu ermöglichen (Umfang 6 ECTS = 150-180 Arbeitsstunden).

Der ÖZBF-Lehrgang „Begabungen im Kindergarten“ wurde in Kooperation mit dem Charlotte Bühler Institut für praxisorientierte Kleinkindforschung (CBI) und der Salzburger Verwaltungsakademie-ZEKIP (Zentrum für Kindergartenpädagogik) konzipiert und vom ÖZBF auf seine Wirksamkeit hin evaluiert. Die Erkenntnisse flossen in die Weiterentwicklung des Lehrgangs und folglich in den Leitfaden ein.

Inhalte:

  • Begabungsdefinitionen
  • Multidimensionalität von Begabung
  • Merkmale von begabten Kindern
  • Identifikation durch Beobachtung / Identifikation von Begabung
  • Asynchronie der Entwicklung
  • Erstellen eines Begabungsprofils
  • Inklusive Begabtenförderung
  • Arbeit mit dem österreichischen BildungsRahmenPlan
  • Bildungs- und Lerngeschichten
  • Denken und Lernen begabter Kinder
  • Projekte und Portfolios
  • Raumqualität, differenzierte Lernumgebung
  • Auswahl von begabungsfördernden Materialien
  • Transitionen und vorzeitige Einschulung
  • Führen von Beratungsgesprächen (mit Eltern und Kolleginnen/Kollegen)
  • Vorstellung der Arbeitsgruppen-Projekte
  • Zertifikatsverleihung

PraxisexpertIn Elementarpädagogik

Die ÖZBF-Praxisexpertinnen sind für die Beratung von Kindergartenpädagoginnen und –pädagogen wie auch Eltern zur Begabungsförderung in der Elementarstufe ausgebildet.

Dazu bieten sie auch Schulungen und Weiterbildungen in Kindergärten und Eltern-Kind-Workshops zum Thema Begabungs- und Stärkenförderung an.

Die ÖZBF-Praxisexpertinnen stehen für

  • den stärkenorientierten Blick auf Kinder
  • das Erkennen kindlicher Potenziale
  • die Gestaltung stärkenfordernder Umgebungen zuhause und im Kindergarten
  • eine chancengerechte Entwicklungsbegleitung

 

Kontakte der PraxisexpertInnen

 

Vernetzungstreffen Praxisexpertinnen

Beim jährlichen Vernetzungstreffen vertiefen die ÖZBF-Praxisexpertinnen ihre Expertise um aktuelle Aspekte und Methoden der Begabtenförderung und Begabungsforschung. Davon ausgehend reflektieren sie ihre Arbeit hinsichtlich stärken- bzw. ressourcenorientierter Bildungsarbeit, sie tauschen ihre Erfahrungen aus und profitieren von der Vernetzung aller.

Gemeinsame Herausforderungen bewältigen und sich über Erfolgserlebnisse freuen!

 

Treffen 2018: 30.04.2018

Nächstes geplantes Treffen: Frühjahr 2019

 

Veranstaltungsort: ÖZBF Seminarraum; Schillerstr. 30/Techno 12, 2. Stock, 5020 Salzburg

 

Anmeldung und Info bei elisabeth.boegl@oezbf.at

 

Die neue Schriftliche Bildungs- und Arbeitsdokumentation (BADOK) richtet sich an Pädagogen/innen und Sonderkindergartenpädagogen/innen in Krabbelgruppen, alterserweiterten Gruppen, Kindergärten, Schulkindgruppen und Horten, die ihre Arbeit reflektieren, ihre Dokumentation aktualisieren und eine ressourcenorientierte Bildungsarbeit umsetzen möchten. „BADOK NEU“ wurde als Kooperationsprojekt mehrerer Beteiligter (u.a. Referat „Kinderbetreuung, Elementarbildung und Familien“ am Land Salzburg, Salzburger Verwaltungsakademie (Zentrum für  Kindergartenpädagogik), Universität Salzburg) im Herbst 2014 gestartet.

 

Ziel von BADOK ist es, den Blick der Pädagogin/des Pädagogen darauf zu richten,

  • mit welcher Ausdauer und Intensität sich Kinder in ihre Themen und Projekte vertiefen,
  • wie sie ihre Lernprozesse gestalten und
  • wie diese durch eine vorbereitete Umgebung und förderliche Impulssetzung unterstützt werden können.

 

Die Anwendung von BADOK ist freiwillig.

Zu einer gelingenden Implementierung und Umsetzung von BADOK werden begleitende Schulungen durch die Verwaltungsakademie Land Salzburg – Zentrum für Kindergartenpädagogik angeboten.

 

Downloads zu wichtigen Informations- und Arbeitsmaterialien von BADOK (Handbuch, Leitfaden, Gruppenblätter,  Folder für Eltern, PowerPoint Präsentation für einen Informationsabend usw.) finden Sie auf der Website des Landes Salzburg.

 

3. ÖZBF-Kolloquium Elementarpädagogik „Pädagogische Haltung – ressourcenorientiert überdacht“ (21.10.2016)

Das dritte ÖZBF-Kolloquium Elementarpädagogik fand im Rahmen des ÖZBF-Kongresses vom 20. bis 22. Oktober 2016 in Salzburg statt.

Ziel war es auf wissenschaftlich fundierter Basis das Konstrukt der pädagogischen Haltung zu beleuchten und den ressourcenorientierten Blick auf das Kind sowie ein Reflektieren der altersorientierten Arbeit in der praktischen Umsetzung zu verstärken.


Herbsttagung „Individualisierung für Kind und PädagogIn. Jedem Kind gerecht werden und sich selbst treu bleiben.“ (30.10.2014; St. Virgil Salzburg)

Individualisierung soll unter anderem bedeuten, jedes Kind mit seinen individuellen Stärken und Schwächen wert zu schätzen, jedem Kind die Unterstützung und Förderung zu bieten, welche die passende zu sein scheint, sowie jedes Kind „dort abzuholen, wo es steht.“

Doch wo bleibt bei diesem Auftrag die Kindergartenpädagogin/der Kindergartenpädagoge mit all ihren/seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Wünschen?

Jedem Kind gerecht zu werden und sich selbst dabei treu zu bleiben war das zentrale Thema der gemeinsamen Tagung von: Salzburger Verwaltungsakademie-ZEKIP (Zentrum für Kindergartenpädagogik), St. Virgil Salzburg, dem IRPB/KPH Edith Stein-Salzburg und dem Österreichischen Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF).


2. ÖZBF-Kolloquium Elementarpädagogik „Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen – Begabungsförderliche Gestaltung von Transitionen“ (23.10.2014)

Das aktuelle Regierungsprogramm verweist explizit auf das Übergangsmanagement vom Kindergarten in die Volksschule und nennt hierbei drei Punkte:

  • Fördermaßnahmen und Unterstützung von Begabungen
  • Schaffung der Voraussetzungen für das Weiterleiten der notwendigen pädagogischen Informationen vom Kindergarten an die Volksschule nach der Schüler/innen-Einschreibung
  • Weiterentwicklung von Kooperation von Kindergarten und Volksschulpädagoginnen und -pädagogen

Das 2. ÖZBF-Kolloquium zur Elementarpädagogik widmet sich deshalb dem Thema „Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen – Begabungsförderliche Gestaltung von Transitionen“.


1. ÖZBF-Kolloquium Elementarpädagogik „Begabungsförderung im Vorschulalter (3-6 Jahre)“ (16.05.2013)

Das erste ÖZBF Kolloquium Elementarpädagogik befasste sich mit der Fragestellung, warum Begabungsförderung in elementarpädagogischen Einrichtungen wertvoll sei.