Themenfelder & Sessions

Zur Vertiefung des Tagungsthemas können die Teilnehmer/innen Workshops und Vorträge aus fünf Themenfeldern wählen.

 

Programmheft

 

    1. Begabungslandschaften gestalten
    2. Bildungszusammenarbeit konkret
    3. Begabungsfördernde Lernsettings
    4. Eigen-Verantwortung stärken
    5. Chancengerechtigkeit durch Begabungsförderung?


1. Begabungslandschaften gestalten Top

Was macht Bildungslandschaften begabungsfördernd? Bildungslandschaften tragen das Potenzial in sich, bestmögliche Lernbedingungen und somit Entwicklungschancen für junge Menschen zu schaffen. Diese Entwicklungschancen werden anhand zweier Beispiele aus der Schweiz und Österreich illustriert. Begabungs- und Exzellenzförderung wirkt als Motor für Regionalentwicklung, was auch Wirtschaft und Politik zur Stärkung des Individuums und seines Systems gerne aufgreifen.

1a. Interdisziplinäre Bildungslandschaften − Ulrike Greiner│Michaela Katstaller | Heike Kahl


Ulrike Greiner | Michaela Katstaller: Schule und Universität in enger Kooperation: Eine Bildungslandschaft mit Nachhaltigkeit!?

Die School of Education der Paris Lodron Universität Salzburg lebt den Grundsatz, dass aktive Schulentwicklung nur durch Vernetzung mit den Akteurinnen und Akteuren in angrenzenden Schulen möglich ist. Das Kooperationsnetzwerk, bestehend aus elf Schulen, zielt auf einen Synergieeffekt für Schule und Universität ab: Innovative Unterrichtskonzepte werden von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern forschungsbasiert begleitet; die qualitativ und quantitativ gewonnenen Daten können von den mitarbeitenden Forscherinnen und Forschern in ihren Publikationen anonymisiert verwertet werden.

Zudem kommen Lehrpersonen und Schüler/innen in den Genuss, das universitäre Angebot der Transferinitiativen zu nützen. Durch die aktive Beteiligung der Jugendlichen in Laborexperimenten oder die Bereitstellung von wissenschaftlich erprobten Lernmaterialien für den Unterricht wird versucht, das Interesse der Schüler/innen an konkreten Forschungsgegenständen zu wecken und/oder zu vertiefen.

Unser Beitrag zielt darauf ab, Schulentwicklungsprojekte und Transferinitiativen exemplarisch vorzustellen, die verdeutlichen, dass durch die enge Kooperation zwischen den Kooperationsschulen und der Universität Bildungslandschaften für Schüler/innen, Studierende, Lehrpersonen und Forscher/innen geschaffen werden, die sowohl institutionelle als auch individuelle Lernbedingungen beständig bereichern und somit Impulsgeber für Begabtenförderung sein könnten. Durch die Nutzung dieses wechselwirkenden Entwicklungspotenzials wird ein dialogischer Prozess initiiert, der davon gekennzeichnet ist, dass sich die beteiligten Akteurinnen und Akteure auf Augenhöhe begegnen, gemeinsam Bildungsziele und Erfolgskriterien festlegen, Schulentwicklungsprojekte durchführen, gewonnene Daten auswerten, Ergebnisse diskutieren sowie Handlungsimplikationen für Theorie und Praxis ableiten.

 

Priv.-Doz. DDr. Greiner Ulrike│Mag. Katstaller Michaela
Paris Lodron Universität Salzburg, School of Education

 

Heike Kahl: Nicht allein in der Landschaft stehen

Eine Landschaft, ist eine Landschaft, gleichgültig, ob sie schön oder hässlich, einladend, oder verschreckend ist. Damit das Wort „Bildungslandschaft“ keine Phrase bleibt, oder zur Legitimationsfassade verkommt, braucht es Maßstäbe dafür, was eine gute Bildungslandschaft ausmacht, welche Bedingungen zu ihrer lebendigen Gestaltung unverzichtbar, aber auch, welche Herausforderungen zu bewältigen sind.

Anhand praktischer Erfahrungen aus verschiedenen Programmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung soll gezeigt werden, wie es gelingen kann, mit einem weiten Bildungsbegriff und einem Setting kollektiver Verantwortungsübernahme Bildungschancen für jedes einzelne Kind zu verbessern. In diesem Ansatz, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigenen Potentiale bestmöglich zur Entfaltung zu bringen, ist das Verständnis der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) zur Begabungsförderung aufgehoben.

Schule wird Ausgangspunkt der Betrachtung sein, nicht nur, weil sie eine wichtige Rolle in der Bildungsbiografie eines jeden Kindes spielt, sondern auch, weil in ihrer Verortung die zu überwindenden Hindernisse und aufzulösenden Widersprüche besonders gut sichtbar werden. Individualisiertes Lernen, Unterstützungssysteme, kollaborative Arbeitsformen, multiprofessionelle Teams, Haltungsänderungen, Transfer sind dabei wichtige Stichworte.

Weil die Frage, wie geflüchtete Kinder bestmöglich gefördert werden können, so etwas wie ein Brennglas für Schwachstellen des gesamten Systems ist, werden entsprechende Lösungsansätze mit eingebunden.

 

Dr. Heike Kahl
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Berlin


1b. BeRG - ein Programm zur Gestaltung begabungsfördernder Strukturen − Marlies Böck│Silke Rogl


Marlies Böck | Silke Rogl: BeRG – Ein Programm zur Gestaltung begabungsfördernder Strukturen

Die ideale Welt für Begabungsentfaltung und Begabtenförderung wäre eine Welt, in der alle ihren Interessen und Stärken nachgehen und sie vertiefen könnten, sich Anregungen von außen holen könnten, Zugang zu Domänen und Fachgebieten bekämen, Mentorinnen oder Mentoren kennenlernen und Expertise erlangen würden.

Um eine Vision wie diese umzusetzen braucht es Optimismus und Engagement: Nicht Einzelne oder „die Gesellschaft“ tragen die Verantwortung, sondern jede und jeder sollte sich verantwortlich fühlen, die Bildungsbiographien von Kindern vor Ort zu verbessern.

Begabungsförderung kann dabei als Motor für Regionalentwicklung fungieren.

In unserem Vortrag stellen wir das Programm „Begabung entwickelt Region und Gemeinde (BeRG)“ vor, das mit einer Laufzeit von drei Jahren (Oktober 2015 bis Oktober 2018) und einer Förderung von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Land Salzburg in neun Oberpinzgauer Gemeinden (Bundesland Salzburg) umgesetzt wird. Im Mittelpunkt des Programms stehen die aktive Mitgestaltung und Miteinbindung aller Gemeindemitglieder sowie der Leitgedanke zur Nachhaltigkeit in allen Aktivitäten.

Wir werden die drei Säulen unseres Konzepts explizieren und die einzelnen BeRG-Initiativen zur Umsetzung der ambitionierten Ziele vorstellen. Außerdem möchten wir unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Programm darstellen sowie auf die Herausforderungen eingehen, die immer mit Veränderungsprozessen in komplexen sozialen Systemen verbunden sind.

 

Mag. Marlies Böck, MA und Mag. Silke Rogl
ÖZBF

1c. Begabungs- und Begabtenförderung als Motor für ländliche Regionalentwicklung − Markus Schaflechner | Johanna Kaltenegger

 

Markus Schaflechner: UNESCO Biosphärenpark - Potenzialentfaltung im Einklang mit der Natur!

Dieser Beitrag beleuchtet die Rolle einer intakten Natur- und Kulturlandschaft sowohl für die regionale Entwicklung als auch für die Potenzialentfaltung von Kindern.

Der Salzburger Lungau hat 2012 zusammen mit den Kärntner Nockbergen die Auszeichnung „UNESCO Biosphärenpark“ erhalten und ist damit der jüngste und größte Biosphärenpark in Österreich. Doch was bedeutet das Prädikat „UNESCO Biosphärenpark“ für die Region und speziell für die hier lebenden Menschen? Durch die ressourcenorientierte Förderung der Kinder und Jugendlichen soll auf den unterschiedlichen regionalen Ebenen Nachhaltigkeit geschaffen werden. Welche Rolle dabei die Biosphärenparkschulen spielen, wird im Vortrag u.a. aufgezeigt. In einer anschließenden Diskussion wird Platz für Anregungen aus dem Publikum sein.

Markus Schaflechner, MSc, MBA
UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau


Johanna Kaltenegger: Junge Talente: Frischer Wind für’s Land!?
Bedingungen für Selbstgesteuertes Lernen, Entrepreneurship & Innovation in ländlichen Regionen

Junge, talentierte Menschen tragen wesentlich zur Innovations- und Gründerdynamik in ländlichen Regionen bei. In Zeiten des demografischen Wandels sowie der Abwanderung zeichnet sich allerdings ein starker Rückgang an Personen im erwerbfähigen Alter ab. Denkbar ist, dass sich diese Entwicklung mittelfristig negativ auf die Innovationskraft der Regionen auswirken wird. Umso wesentlicher scheint es daher, attraktive Lebens- und Karriereperspektiven für junge Talente aufzuzeigen, um der Abwanderung entgegenzuwirken bzw. zur Heimkehr zu motivieren. Doch kann und soll die junge Generation tatsächlich an ihre Heimatorte gebunden werden?

Der Vortrag betrachtet die Zielgruppe „Junge Talente“ aus Sicht einer zukunftsorientierten Regionalentwicklung. Ziele und Aufgaben der Begabungs- und Begabtenförderung als Motor der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung werden thematisiert. Methoden der Talent- und Innovationsförderung werden anhand eines Talent-Zentrums am konkreten Beispiel vorgestellt. Schwerpunkte bilden die Themen „Selbstgesteuertes Lernen von Talenten“ sowie Umgebungsbedingungen, die selbstgesteuertes Lernen von Innovatoren optimal unterstützen können. Ein ehemaliger Teilnehmer des Talent-Zentrums berichtet zu Erlebnissen und Ergebnissen.

 

Dr. Johanna Kaltenegger
Kaltenegger Innovationsmanagement KG


2. Bildungszusammenarbeit konkret Top

Die Kooperation von Bildungsorten (Schulen, Universitäten, Vereine etc.) ist Ziel einer begabungsfreundlichen Lernkultur. Nur so können optimale Lernumwelten für begabte Kinder und Jugendliche gestaltet werden, Synergieeffekte genutzt und Bildungsübergänge erleichtert werden. Das Themenfeld beleuchtet zum einen theoretisch, wie formale, non-formale und informelle Lernorte bestmöglich kooperieren können, zum anderen werden Beispiele gelungener Bildungszusammenarbeit präsentiert.

 

2a. iPEGE-Symposium zum Thema „Bildungskooperationen – Erfahrungen, Erfolgsfaktoren, Qualitätskriterien“ − Christian Fischer | Ulrike Greiner | Victor Müller-Oppliger | Christoph Perleth | Gabriele Weigand

 

Bildungskooperationen werden immer wichtiger, um die Lernorte Schule und Kindergarten zu erweitern und neue Entwicklungschancen zu ermöglichen. Gelungene Bildungszusammenarbeit kann Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven und verbesserte Lernbedingungen eröffnen.

 

Die iPEGE-Diskutantinnen/Diskutanten bringen Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Kooperationsprojekten mit:

  • Univ. Prof. Dr. Christian Fischer (Netzwerkarbeit von Universität und Kooperationsschulen in der Lehrer/innenbildung und Schüler/innenförderung)
  • Priv-Doz. DDr. Ulrike Greiner (Zusammenarbeit von Universität und Kooperationsschulen v.a. im Bereich Lehrer/innenbildung: Schulpraktika und schul- und unterrichtsbezogene Forschung)
  • Prof. Victor Müller-Oppliger (Zusammenarbeit von Fachhochschule und Kooperationsschulen in der Erstellung von Selbstlernarchitekturen)
  • Univ. Prof. Dr. Christoph Perleth (Vernetzung von Einrichtungen aus dem Elementar- und Primarbereich mit begabungsfreundlichen Einrichtungen)
  • Prof. Dr. Gabriele Weigand (Begleitung von Gymnasien mit Hochbegabtenklassen durch die Pädagogische Hochschule)

 

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion werden von den Diskutantinnen/Diskutanten folgende Kernfragen behandelt:

  • Was macht begabungsfreundliche Bildungszusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen aus?
  • Was macht eine gelungene Kooperation aus?
  • Wie könnten Standards dazu aussehen?
  • Was sind nachhaltige Erfolgsfaktoren für eine begabungsfördernde Bildungskooperation?
  • Wie können unterschiedliche Systeme durch Kooperationen voneinander lernen?

 

iPEGE ist ein Zusammenschluss von Expertinnen und Experten, die langjährige Erfahrung in der Begabtenförderung und der Begabungsforschung verbindet. Die Mitglieder der internationalen Arbeitsgruppe sind Wissenschafter/innen von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Vertreter/innen des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF). Ziel von iPEGE ist, die Anliegen der Begabungs- und Begabtenförderung im wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs sowie im Theorie-Praxis-Transfer voranzubringen.

2b. Anschlussfähige Bildungsdokumentation – Begabungsentwicklung sichtbar machen mithilfe von Portfolios − Axel Dürkop│Barbara Fageth

 

Axel Dürkop: Konzeptionelle, technische und didaktische Überlegungen zu einem E-Portfolio für das lebensbegleitende Lernen

Der Vortrag reflektiert die Chancen und Herausforderungen, die sich für die Entwicklung und Nutzung eines lebensbegleitenden E-Portfolios ergeben. Dabei werden technische ebenso wie konzeptionelle Aspekte betrachtet und zunächst Anforderungen an ein E-Portfolio aus der Theorie hergeleitet.

Anschließend werden die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Entwicklung des "Ausbildungsportfolios" im Projekt "Kompetenzwerkstatt 2.0" (vgl. Dürkop & Knutzen, 2014) zum Anlass genommen, um die Idee einer lebensbegleitenden Portfolio-Lösung im Kontext der Begabungs- und Exzellenzförderung zu betrachten.

Da E-Portfolio-Arbeit nicht unabhängig von didaktischen Einsatzszenarien denkbar ist und nur im Zusammenklang von extrinsischen und intrinsischen Motivationsfaktoren gelingen kann, geht der Vortrag auf diese wichtigen Aspekte in der angezeigten Tiefe ein und diskutiert institutionelle und lernkulturelle Herausforderungen in Schule, Studium und Beruf. Bezüglich der Darstellung von individueller institutionsübergreifender Begabungsentwicklung werden Ansätze aus der Kompetenzfeststellung und -entwicklung in Kombination mit Portfolioarbeit vorgestellt.

Schließlich werden aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler Lehre und Unterricht betrachtet und auf ihre Tauglichkeit für eine lebensbegleitende Portfoliolösung untersucht.

Einer Diskussion der angesprochenen Aspekte mit den Vortragsbesuchenden wird abschließend genügend Raum gegeben werden.

Axel Dürkop, MA
Technische Universität Hamburg (TUHH), Institut für Technische Bildung & Hochschuldidaktik

 

Barbara Fageth: Das Entwicklungsportfolio am Übergang vom Kindergarten in die Grundschule – individuelle und anschlussfähige Bildungsdokumentation im Land Salzburg

Transitionen und deren Bewältigung sind wesentliche (Entwicklungs-)Prozesse im mensch­lichen Leben. Besonders der Übergang von der Kinderbetreuungseinrichtung in die Schule ist in den vergangenen Jahren verstärkt in den Blickpunkt bildungspolitischer, bildungs­wissen­schaft­licher und bildungspraktischer Diskussionen gerückt.

Im Rahmen der neuen Schriftlichen Bildungs- und Arbeitsdokumentation (BADOK) des Landes Salzburg ist ab Herbst 2016 das Entwicklungsportfolio Ausgangspunkt der Planung und Durch­führung von individuellen Bildungsprozessen in Verbindung mit Beobachtungen von Themen und Interessen der Kindergruppe. Ziel ist es, eine optimale Verzahnung von Entwicklungs­beo­bach­tung und Entwicklungsdokumentation mit der pädagog­ischen Planung und Reflexion herzu­stellen und so den Theorie-Praxis-Transfer zu unter­stützen. Dies geschieht darüber hinaus in enger Verbindung mit den pädagogischen Prin­zipien und Bildungsbereichen des öster­reichischen Bildungs­RahmenPlans unter dem Gesichts­punkt von Transparenz und Kooperation mit den Eltern. Auf­bau­end auf das Entwick­lungs­portfolio wird ein Übergangs­portfolio entwickelt, bei dem der Fokus auf Transi­tions­kompe­tenz­en und anschluss­fähige Bil-dungs­prozesse gelegt wird. Das Übergangsportfolio dient als Kompe­tenzportfolio dazu, Kompetenzen, Stärken und Lerninteressen des Kindes zu zeigen. Es trägt dazu bei, dass die Schule individuelle Interessen, Bedürfnisse und Be­gabungen der Kinder im Unterricht berücksichtigen kann und somit die Anschlussfähigkeit unterstützt und gefördert wird.

Im Vortrag werden die allgemeinen Prinzipien bzw. die obligatorische innere Struktur des Entwicklungs­portfolios vorgestellt und erste Rückmeldungen bzw. Evaluationsergebnisse aus der Pilotierungsgruppe (2015-2016) präsentiert sowie ein Ausblick auf die geplanten Implementierungsprozesse in der pädagogischen Praxis im kommenden Jahr 2016/17 im Land Salzburg gegeben.

Barbara Fageth, MA
Universität Salzburg, FB Erziehungswissenschaft

2c. Bildungszusammenarbeit: Raum - Struktur - Person − Günther Vormayr | Astrid Pany

 

Günther Vormayr: Bildungszusammenarbeit konkret – Erfolgsmodell OÖ
Wie komme ich zu erfolgreichen Kooperationen mit außerschulischen Partnern?

Der Verein talenteOÖ und der Landesschulrat für Oberösterreich betreiben sehr erfolgreich eine Vielzahl von Projekten mit außerschulischen Partnern. Schüler/innen erleben so die ideale Kombination aus Theorie und Praxis auf ihrem Bildungsweg in neuen Unterrichtsgegenständen, Uni-Workshops, Wettbewerben und Großveranstaltungen. Entscheidungen im Hinblick auf den weiteren Bildungsweg, Studienwahl und Berufswahl werden hierbei durch verschiedenste Projekte unterstützt: TheoPrax, Young Kepler Scientists, Technik am Zug etc.

 

Teilnehmer/innen des Workshops sollen einen tiefen Einblick in Hintergründe, Gelingensfaktoren und notwendige Projektschritte für erfolgreiche Kooperationsprojekte von Schulen mit außerschulischen Partnern erhalten.


Folgende Leitfragen werden diskutiert:

  • Wie entstehen solche Projekte?
  • Wie gewinne ich Projektpartner?
  • Wie binde ich Lehrer/innen ein?
  • Wie werden Projekte zu Selbstläufern?
  • Wie werden Projekte in die bestehende Bildungslandschaft integriert?

 

Im Diskurs mit dem Vortragenden sollen unterschiedliche Wege erläutert werden, die der Initiierung von Projekten mit außerschulischen Partnern dienlich sind.

LSI HR Mag. Günther Vormayr
talenteOÖ

 

Astrid Pany: Kooperation am Campus Donaufeld mit außerschulischen Institutionen – ein Praxisbericht

Im Jahr 2009 startete in Wien der erste Bildungscampus, der in der ersten Umsetzungsphase für Kinder von 0-10 Jahren konzipiert wurde. Das Campusmodell als neues Bildungskonzept der Stadt Wien definiert sich im Wesentlichen durch folgende Kriterien:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Kinder von 0-10 Jahren werden an den Campusstandorten ganzjährig und ganztägig betreut.
  • Kombination von Kindergarten, Schule und Freizeitbetreuung: Pädagoginnen/Pädagogen und Lehrer/innen arbeiten eng zusammen und es sollen sowohl räumliche als auch personelle Synergien bestmöglich genutzt werden.
  • Transitionsprozesse sollen begleitet werden: Transitionen fokussieren auf die Bewältigung von Veränderungen, im Fall des Campusmodells auf den Übertritt eines Kindes vom Kindergarten in die Schule. Die Nahtstelle Kindergarten-Volksschule soll enger werden und ein Hineingleiten von einer Institution in die andere soll ermöglicht werden.
  • Kombination von Schule und Freizeit: Die Schule ist am Campus als eine GTVS (Ganztagesvolksschule) organisiert und es soll eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen/Lehrern und Freizeitpädagoginnen/-pädagogen geben. Die Pädagoginnen/Pädagogen, die am Campus in der Freizeit tätig sind, sind ebenso wie die Kindergartenpädagoginnen/-pädagogen bei der MA 10 (Magistratsabteilung 10 – Wiener Kindergärten) angestellt und haben dieselbe Grundausbildung. 

Um Kinder, die viel Zeit in der Schule verbringen, bestmöglich in ihren Talenten und Begabungen zu fördern, sieht das Modell auch eine enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern wie zum Beispiel der Musikschule der Stadt Wien und mit Sportvereinen vor.

 

Astrid Pany, M.A.
GTVS Campus Donaufeld


3. Begabungsfördernde Lernsettings Top

Wie sehen Lernsettings aus, die unterschiedliche Begabungen und Interessen von Kindern und Jugendlichen fördern? In diesem praxisorientierten Themenfeld werden neben Antworten aus der Wissenschaft vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten für verschiedene Bildungsorte vorgestellt. Diese konkreten begabungsfördernden Methoden, Lernumgebungen und -bedingungen werden diverse Anregungen für die eigene pädagogische Tätigkeit bieten.

3a. Top Performer und ihre Lernumgebungen – Befunde über die Lernvoraussetzungen leistungsstarker Schüler/innen und ein Praxisbeispiel zur Verknüpfung von formellen und informellen Lernumgebungen − Katharina Müller | Jutta Möhringer

 

Die Frage des professionellen Umgangs mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in Schule und Unterricht nimmt in der aktuellen bildungswissenschaftlichen Debatte großen Raum ein. Dabei werden zum einen die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler/innen, zum anderen die damit verbundenen didaktischen Herausforderungen in den Blick genommen. Der Fokus auf bestimmte Subgruppen, etwa die besonders leistungsstarken Schüler/innen, kann helfen, deren Lernpotenzial einschätzen und mit entsprechenden Lernumgebungen darauf reagieren zu können.

Gemeinsam werden wir uns mit der Frage des Lernpotenzials und der Lerngelegenheiten der leistungsstarken Schüler/innen aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln nähern.

Im ersten Teil werden anhand von Befunden aus einer internationalen Schulleistungsvergleichsstudie die Lernvoraussetzungen der leistungsstarken Schüler/innen beschrieben. Anhand von deskriptiven Befunden zu familiären Struktur- und Prozessmerkmalen sowie individueller Faktoren werden verschiedene Merkmale der sogenannten ‚Top Performer‘ zum Teil kontrastiv dargestellt.

Im zweiten Teil wird aus einer praktischen Perspektive ein Fördermodell an der Schnittstelle von Schule und Universität vorgestellt, bei dem verschiedene formelle und informelle Lernumgebungen miteinander verzahnt wurden. Das TUMKolleg ist ein Kooperationsprojekt zwischen der TU München und zwei Gymnasien im Münchner Raum, in dem pro Jahrgang ca. 30 talentierte und an MINT-Fragen interessierte Schüler/innen der Oberstufe eine spezielle Förderung erhalten. Im Rahmen des Vortrags werden zum einen die konzeptionellen Bausteine des TUMKollegs sowie deren theoretische Fundierung vorgestellt und zum anderen zentrale Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung.

 

Dr. Katharina Müller und Dr. Jutta Möhringer
Technische Universität München, TUM School of Education

3b. Vom Kleinkindalter zur Pubertät – Begabungsförderung im familiären Umfeld − Katja Higatzberger

 

Nach Heller, Gagné und Holocher Ertl (Wiener Diagnosemodell zum Hochleistungspotenzial) werden schulische und außerschulische Leistungen maßgeblich durch leistungsfördernde oder -hemmende Moderatoren beeinflusst. Zu den intrapersonalen Moderatoren gehören unter anderem Konzentration, Ausdauer, Leistungsmotivation, Arbeitsstrategien, Frustrationstoleranz oder Stressbewältigungsstrategien.

Eltern und enge Bezugspersonen haben eine besonders intensive und beständige Bindung zu dem Kind. Dadurch sind optimale Voraussetzungen für eine Förderung dieser Persönlichkeitseigenschaften gegeben.

In dieser Session werden zunächst die entsprechenden Modelle kurz vorgestellt. Anschließend werden diejenigen leistungsfördernden Moderatoren beschrieben, die durch Spielen im häuslichen Miteinander gefördert werden können. Es wird aufgezeigt, welche Spiele zur Förderung dieser intrapersonalen Moderatoren besonders geeignet sind und worauf beim Spielen zu achten ist. Danach haben Sie die Möglichkeit, die von der Referentin mitgebrachten Spiele in Kleingruppen auszuprobieren und dabei die gezeigten Tipps gleich anzuwenden.

Anschließend wird erläutert, welche Entwicklungsaufgaben Jugendliche während der Pubertät zu bewältigen haben. Die jungen Menschen pendeln zwischen dem Loslösen vom Elternhaus und dem Bedürfnis nach Nähe zu den Eltern. Wie man sie während dieser sensiblen Entwicklungsphase beim Entdecken ihrer eigenen Domäne, der Zielfindung oder dem Erreichen ihrer Ziele innerhalb der Domäne unterstützen kann, bildet den Abschluss dieser Session.

Katja Higatzberger, MA
„die Begabungsexpertin“

3c. Lernlandschaften & Lernwerkstätten − Sabine Müller | Eva-Maria Kirschhock

 

Sabine Müller: Landschaften zum Lernen, Staunen und Wohlfühlen gestalten und begleiten im Kindergarten

Die Interessen und Begabungen von Kindern stellen eine Herausforderung in der pädagogischen Arbeit und im Zusammenleben mit Kindern dar. In individuellen Spiel- und Lernlandschaften, die verschiedene Interessen und Niveaus der Kinder ansprechen, liegt eine Möglichkeit, alle Kinder herausfordernd und angemessen in ihrer Entwicklung zu begleiten. Das Lern- und  Wahrnehmungspotenzial jedes einzelnen Kindes steht im Mittelpunkt des Lerngeschehens.

Lernlandschaften sind Orte, Räume, entsprechende Ressourcenbereiche mit Materialien, welche Kinder zum Erforschen eines Themas anregen und dem Kind individuelle Zugänge zu einem Thema ermöglichen. Die selbsttätige Arbeit in den Lernlandschaften ermöglicht dem Kind, seine eigenen Interessen und Stärken zu entdecken.

Das Praxismodell der Lernlandschaften in elementaren Bildungseinrichtungen basiert auf der Theorie der „multiplen Intelligenzen“ von Howard Gardner und setzt eine Haltung und Offenheit der Erwachsenen für die Klugheiten, Ideen, Fragen und Bedürfnisse der Kinder voraus. Praxisimpulse sollen Pädagoginnen und Pädagogen in elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen zur Umsetzung ermutigen und sie auffordern „begabend zu sein“.

Sabine Müller, MA
Zentrum für Kindergartenpädagogik Salzburg

 

Eva-Maria Kirschhock: Freies Forschen in der Lernwerkstatt: eine Herausforderung für begabte Schüler/innen

Vielfalt gehört nicht nur inhaltlich zu Lernwerkstätten, sondern auch konzeptionell. Neben themen- und zielorientierten Werkstätten gibt es mit dem Impulsmodell auch eine weitgehend offene Form der Werkstattarbeit, die dem individuellen Lernen einer heterogenen Schülerschaft grundsätzlich sehr entgegenkommt. Allerdings stellt sich die entscheidende Frage nach Qualitätsmerkmalen, die nachhaltiges Lernen für Schüler/innen gewährleistet. Der Schwerpunkt dieses Vortrages liegt auf der Analyse des individuellen, möglichst selbstbestimmten Lernprozesses. Aus einer eigenen empirischen Untersuchung wird u. a. eine Mikroanalyse eines Interaktionsmusters zwischen Lehrkraft und einem begabten Lernenden sowie einem Lernschwachen vorgestellt, das das Potenzial kognitiver Aktivierung seitens der Lehrkraft während der freien Arbeit in einer Impulswerkstatt aufzeigt, aber auch die unterschiedliche Tiefe des Lernprozesses bei gleichen Rahmenbedingungen illustriert. An einer „Wasserwerkstatt“, die von allen Klassen einer Grundschule genutzt wurde, wird exemplarisch erläutert, wie der selbstständige Forschungsprozess der Kinder angeregt und angeleitet werden kann und dabei das Potenzial aller Schüler/innen, auch gerade der besonders interessierten und begabten, ausgeschöpft werden kann. Neben dem Bedürfnis nach Autonomie und dem Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit ist hier für begabte Schüler/innen eine echte Gelegenheit, die dritte Säule der „basic human needs“, nämlich das Bedürfnis nach Kompetenzerleben, einlösbar.

Dr. Eva-Maria Kirschhock
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Grundschulforschung

 

3d. Bausteine der Begabungsförderung für die Schule − Viktoria Stienen | Friedhelm Käpnick | Edwin Scheiber

 

Begabungsförderung beginnt bei der Haltung. Sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen freies Denken, Eigenständigkeit, Selbstverantwortung und große Freude an Weiterentwicklung und Erfolg. Zu zentralen Erfordernissen einer zeitgemäßen Unterrichtsgestaltung sind zudem Individualisierung und Differenzierung geworden. In den Bildungsinstitutionen vom Kindergarten bis zur Hochschulreife spiegeln sich diese Grundsätze in der Gestaltung vielseitiger Lernsettings wider.

Die ÖZBF-Plakate „Wege in der Begabungsförderung“ für Elementar- und Schulbereich wurden von Pädagog/innen für Pädagog/innen entwickelt und bieten hier viele Anregungen für die Praxis. In dieser Session werden die begabungsfördernden Lernsettings und -bedingungen des Plakats für den Schulbereich vorgestellt. Diese individualisierenden Lernarrangements reichen vom Drehtürmodell über differenzierte Lernprodukte bis hin zu außerschulischen Fördermaßnahmen.

Praktisch untermauert wird dieser Vortrag von Beispielen aus Mathematik, die an der Universität Münster erstellt wurden.

Ein besonderer Schwerpunkt wird darüber hinaus auf dem eigenständigen Lernen in Labs sowie auf einem Coachingsystem liegen, das in der Sir Karl Popper Schule speziell für begabte Jugendliche entwickelt wurde.


Mag. Viktoria Stienen
ÖZBF

 

Dr. Friedhelm Käpnick
Universität Münster

 

Mag. Dr. Edwin Scheiber
Sir Karl Popper Schule, Wien

3e. Drehtürmodell und die Gestaltung begabungsfördernder Lern(um)welten − Astrid Wasmann | Anna Maria Körbisch

 

Astrid Wasmann: Das Drehtürmodell im Rahmen der individuellen Begabungsförderung

Ein zentrales Instrument der Begabungsförderung an Schulen stellt das Drehtür-Modell dar. Das Verfahren dient der individuellen Begabungs- und Begabtenförderung über den regulären Unterricht hinaus. Es wird in der Literatur zur Begabtenförderung sehr geschätzt, spielt aber im Schulalltag noch eine sehr geringe Rolle. Dabei kann das Drehtürmodell einen zentralen Angelpunkt für flexible Angebote an besonders Begabte, angepasst an ihr ganz persönliches Begabungsprofil, bilden. Schüler/innen können im Drehtür-Verfahren aus dem eigentlichen Unterricht gehen, um stattdessen entweder einen Extra-Kurs zu besuchen oder an einem eigenen Projekt selbstgesteuert zu arbeiten oder sich auf einen Schüler/innen-Wettbewerb vorzubereiten. Diese Angebote ermöglichen eine individuelle kognitive Entwicklung hin zu exzellenten Leistungen auch an einem ganz normalen Gymnasium. Sie werden von besonders Begabten in ganz unterschiedlicher Weise genutzt.

Dieser Beitrag stellt den Umgang mit dem Drehtür-Modell im Schulalltag und seine Einbettung in ein begabungsförderndes Gesamtkonzept vor. Seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in der Praxis werden an konkreten Beispielen aufgezeigt und theoretisch begründet. Der Vortrag stellt einige Fallstudien von Schüler/innen vor, die über das Drehtür-Modell gefördert wurden. Ergänzend fließen Evaluationsbefunde aus einer Enrichment-Studie mit ein.

Dr. Astrid Wasmann
Elsensee-Gymnasium (Schleswig-Holstein)

 

Anna Maria Körbisch: Begabungsfördernde Lern(um)welten im naturwissenschaftlichen Unterricht

In dieser Session werden praxisnahe Möglichkeiten vorgestellt, wie im naturwissenschaftlichen Unterricht begabungsfördernde Lern(um)welten durch eine kreative Methodenvielfalt gestaltet werden können.

In einem virtuellen Rundgang werden langjährig erprobte Modelle und handlungsorientierte Methoden aus dem Biologie- und Physikunterricht der Sekundarstufe I und II präsentiert, Chancen und Schwächen der Settings reflektiert und Wege zur Weiterarbeit vorgestellt.

Beispielsweise wird aufgezeigt, wie im Physikunterricht Comics zur Darstellung von Experimenten verwendet werden können. Als weiteres Beispiel wird der Biologieressourcenraum beschrieben, wo die Lehrperson eine anregende Lernumgebung vorbereitet. Während des Unterrichts bleibt Zeit, den Schülerinnen und Schülern beratend zur Seite zu stehen und intensiver an ihren Interessen zu arbeiten. Die Bedeutung des Ressourcenraumes wird dabei räumlich und fachlich diskutiert. Mit einfachen Mitteln wird eine Lernumgebung geschaffen, die (physische) Rückzugs- und (gedankliche) Ausflugsmöglichkeiten bietet.

Darüber hinaus wird gezeigt, wie sich durch Haltungsänderung und Methodenvielfalt die Lehrer/innenrolle in einem langen Prozess hin zur Lerncoachrolle verändert hat, die neue Wege eröffnet. Zudem hat sich gemeinsam mit der Entwicklung des Unterrichtens auch die Leistungsbewertung gewandelt. Als alternative Beurteilungsform im Physikunterricht wird der Einsteinjuniorschein präsentiert.

 

Mag. Dr. Anna Maria Körbisch
Stiftsgymnasium Admont

 

3f. Richtungsgebendes Feedback – Formatives Assessment − Katrin Liebers | Franz Niedertscheider

 

Katrin Liebers: Formatives Assessment als eine Facette begabungsfördernder Lernumgebungen in der Primarstufe


Formatives Assessment bezeichnet laut Maier unterrichtsimmanente diagnostische Strategien, bei denen Diagnose und Didaktik als ineinandergreifende zyklische Prozesse aufzufassen sind, die der Zielstellung einer „Adaption des Lehr-Lernprozesses an den aktuellen Könnensstand der Schüler“ dienen können. Dazu bedarf es eines transparenten Umgangs mit Lernzielen und Bewertungskriterien, einer kontinuierlichen Verwendung lernprozessbegleitender diagnostischer Instrumente, eines differenzierten Feedbacks sowie einer aktiven Schülerbeteiligung. Im Vortrag werden zunächst diese Aspekte vertiefend und auf der Basis von Praxisbeispielen diskutiert. Im Anschluss sollen Chancen und Grenzen von formativem Assessment bei besonders begabten Schülerinnen und Schülern im Unterricht der Primarstufe ausgelotet und dafür geeignete Instrumente in den Blick genommen werden. Insbesondere kriteriumsbezogene Instrumente der Kompetenzmessung können Hypothesen zu Wygotskis Zonen der gegenwärtigen Leistung von Kindern in heterogenen Lerngruppen ermöglichen. Diese Hypothesen bilden wiederum Bezugspunkte für die Antizipation der individuellen Zonen der nächsten Entwicklung und unterstützen somit die Gestaltung adaptiver Lern- und Entwicklungsangebote in inklusiven Settings. Diskutiert werden außerdem die Ansprüche an die Gestaltung von alltäglichen Lernumgebungen, in denen formative Diagnose und darauf aufbauende didaktisch begründete Lernangebote miteinander verschränkt werden können.

 

Prof. Dr. Katrin Liebers
Universität Leipzig, Institut für Pädagogik und Didaktik im Elementar- und Primarbereich

 

Franz Niedertscheider: Kompetenzportfolio der Modellregion Bildung Zillertal – ein Praxisbeispiel für formative Leistungsbewertung


Mit der Errichtung der Modellregion Bildung Zillertal setzt sich die Tiroler Landesregierung das Ziel, die besten Bildungsmöglichkeiten für alle Schülerinnen und Schüler der Region in einer gemeinsamen Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen sicher zu stellen. Den neuesten Erkenntnissen aus der Bildungsforschung folgend, wird das in erster Linie durch kompetenzorientiertes, personalisiertes Lernen und Lehren gewährleistet. Ein wesentliches Element ist die Arbeit mit dem Kompetenzportfolio, dessen Einsatz über die vier Jahre kontinuierlich aufgebaut wird. Im Sinne eines stärkenorientierten Ansatzes soll die Leistungsbewertung in ein engeres Wechselverhältnis zum Lernprozess gebracht werden. Die Dominanz der punktuellen summativen Leistungsüberprüfungen soll zurückgedrängt werden.

Vier Merkmale sollen dabei besonders hervorgehoben werden: eine höhere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Handelns der Lernenden, eine stärkere Orientierung auf die Lernprozesse, die Hinwendung zu komplexen, alltagsnahen Aufgaben und der Anspruch auf Partizipation der Schülerinnen und Schüler an der Einschätzung des eigenen Lernprozesses. Umsetzungsbeispiele aus dem Deutsch-, Mathematik-, Geschichte-, Sozialkunde- und Politische Bildung-Unterricht sollen die Erfahrungen der beteiligten Lehrer/innen dokumentieren und Gelingensfaktoren aufzeigen. Die verwendeten Aufgabenformate sind selbstdifferenzierend und ermöglichen die Umsetzung eines Förder- und Forder-Konzepts im Unterricht der heterogenen Lerngruppen.

 

Franz Niedertscheider, MA
Pädagogische Hochschule Tirol – Zentrum für Fachdidaktik
Modellregion Bildung Zillertal

 


4. Eigen-Verantwortung stärken Top

Individuelle Begabungsförderung beruht auf Chancen, die eröffnet und ergriffen werden (müssen). Es liegt in der Eigenverantwortung der Einzelperson, diese Möglichkeiten anzunehmen und aktiv mitzugestalten. Dieses Spannungsfeld von individueller Förderung und (Eigen-)Verantwortung wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Diskutiert werden zum einen Metakompetenzen als wesentliche Faktoren der Begabungs- und Exzellenzförderung, zum anderen „Lernen durch Engagement“ als Enrichmentansatz. Zudem stellen sich Initiativen und Organisationen vor, die Begabungen fördern und gesellschaftliche Innovatorinnen/Innovatoren unterstützen.

 

4a. Persönlich begleiten: mBETplus-Coaching und Förderung von Metakompetenzen − Johanna Stahl

 

Die Entfaltung von Begabungen ist ein individueller Lernprozess, der von verschiedensten Faktoren beeinflusst wird. Neben Begabungen in einer Domäne sind weitere Charakteristika wie beispielsweise Persönlichkeitsmerkmale oder förderliche Lernumwelten notwendig, damit Leistungen gezeigt und Expertise aufgebaut werden können. Mit mBETplus hat das ÖZBF ein Coaching-Konzept entwickelt, mit dem Jugendliche bei der Entfaltung ihrer Begabungen begleitet und in der Ausbildung wichtiger Metakompetenzen unterstützt werden können. Zentrales Anliegen des mBETplus ist die gemeinsame Zielarbeit sowie die Begleitung der Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Entwicklungsziele. Lehrer/innen und Beratungskräfte verfügen nach einer Ausbildung zum mBETplus-Coach über ein flexibel einzusetzendes Verfahren zur Begleitung von Jugendlichen bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung.

Im Vortrag wird eingangs die Rolle von Metakompetenzen für die Begabungsförderung diskutiert. Nachfolgend wird das mBETplus-Konzept und die Entwicklung von Begabungen sowie förderrelevanter Metakompetenzen (z.B. Leistungsmotivation, Lernmanagement oder das Einholen von Feedback) im Rahmen eines mBETplus-Coachings vorgestellt.

Dr. Johanna Stahl
ÖZBF

4b. Lernen durch Engagement: Begabte fördern durch sinnstiftende Projekte − Anne Sliwka

 

„Lernen durch Engagement“ (engl.: service learning) ist eine Lernform, in der Schüler/innen fachliches Wissen und überfachliche Kompetenzen in gemeinwohlorientierte Projekte einfließen lassen, die sie selbst planen und durchführen. So haben beispielsweise Schüler/innen zweier Gymnasien im bayerischen Bamberg unterschiedliche Projekte für die Lebenshilfe und für den Denkmalschutz umgesetzt. In Kooperation mit der Lebenshilfe führten sie Marketing-Kampagnen für die Produkte durch, die Menschen mit Behinderung in der Werkstatt der Lebenshilfe herstellen. Die Schüler/innen entwickelten auch eine Online-Plattform zum Verkauf der Produkte und machen die PR-Arbeit für die soziale Einrichtung. Die Schüler/innen des zweiten Gymnasiums engagieren sich im Denkmalschutz. Sie führen anspruchsvolle Recherchen im Stadtarchiv durch, geben eigene Bücher heraus und bieten Denkmal-Führungen durch die Bamberger Altstadt unter dem Motto „Der Stein beginnt zu sprechen“ in deutscher, englischer und französischer Sprache an. Die Service-Learning-Projekte werden im schulischen Rahmen organisiert, unterstützt und begleitet. Durch ihre Arbeit entwickeln die Schüler/innen sowohl kognitive, als auch meta-kognitive und sozial-emotionale Kompetenzen. Wenn sie ihre vielfältigen Begabungen in sinnvollen Projekten zugunsten des Gemeinwohls einsetzen, erleben sie ihre eigene Selbstwirksamkeit und entwickeln ihre Persönlichkeit in einem mehrdimensionalen und anspruchsvollen pädagogischen Setting weiter. Der Vortrag stellt „Lernen durch Engagement“ in Theorie, Geschichte, Empirie und Praxis vor und reflektiert vor allem die Chancen dieses pädagogischen Ansatzes in der Begabungsförderung.

 

Prof. Dr. Anne Sliwka
Universität Heidelberg, Institut für Bildungswissenschaft

4c. Eigene Potenziale nützen – gesellschaftlich wirken − Peter Vandor | Birgit Radl-Wanko | Bernhard Hofer

 

Peter Vandor: Aus guten Gründen gründen? Lernerfahrungen und gesellschaftliche Wirkpotentiale von studentischen Social Entrepreneurs

Social Entrepreneurship liegt im Trend. Während Gründung im Allgemeinen immer populärer wird, steigt auch das Interesse unter Studierenden, einem Beruf nachzugehen, in dem sie ihre Potenziale nutzen können und der als gesellschaftlich sinnvoll und positiv erlebt wird. Social Entrepreneurship stellt gewissermaßen die Schnittmenge dieser beiden Strömungen dar.

Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass immer mehr Studierende als Social Entrepreneure aktiv werden wollen und auch erste Schritte in diese Richtung setzen. Im Rahmen des von der WU Wien und dem Impact Hub angebotenen Social Impact Award haben allein in den letzten 7 Jahren über 2.500 Studierende in Österreich an entsprechenden Bildungsangeboten teilgenommen und sich selbst als soziale Gründer erprobt.

Aus didaktischer Sicht stellen sich dabei zahlreiche Fragen: welche Wirkungen hat diese Form von Erfahrungslernen auf Studierende? Wie nachhaltig werden Gründungsideen verfolgt, die während eines Studiums, teilweise in artifiziellen Settings generiert werden? Und welche positiven Wirkungen entstehen letztlich für Betroffene und Gesellschaft? Im Rahmen des Vortrags freue ich mich darauf, den Social Impact Award und die eigenen Erfahrungen im Feld vorzustellen und mit den Teilnehmer/innen und Referent/innen zu diskutieren.

Dr. Peter Vandor
Wirtschaftsuniversität Wien, Social Entrepreneurship Center

 

Birgit Radl-Wanko: Sich selbst und anderen zeigen was möglich ist – Eigenverantwortliche Lehrkräfte für eigenverantwortliche Kinder

Teach For Austria wählt fachlich und persönlich besonders engagierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus, die für zwei Jahre als „Fellows“ (Lehrkräfte mit voller Lehrverpflichtung) an sozial benachteiligten und herausfordernden NMS-Standorten unterrichten. Das Fellowprogramm ist ein Leadership-Programm, in dem Fellows ihre Führungsfähigkeiten in den Bereichen Leading Self, Leadership im Klassenzimmer und Leadership in Systemen weiterentwickeln. Diese Fähigkeiten setzen Fellows ein, um die Kompetenzen besonders benachteiligter Schüler/innen zu fördern. Der Beitrag beleuchtet, welche Kompetenzen Fellows im Rahmen des Fellowprogramms entwickeln und inwiefern diese für die Arbeit im Klassenzimmer, ihr eigenes Wachstum und in weiterer Folge die Arbeit im Bildungssystem relevant sind. Zudem wird beschrieben, wie diese Leadership-Fähigkeiten eingesetzt werden, um Schüler/innen mit schlechten Startbedingungen zu mehr Eigenverantwortung zu führen – und wie es gelingen kann, dass Kinder Verantwortung und Leadership für sich selbst und andere übernehmen. Das wird gezeigt anhand von Kompetenzmodellen für Fellows und Kinder sowie anhand konkreter Beispiele in Klassenzimmern und Schulen.

Teach For Austria ist eine gemeinnützige, österreichische Bildungseinrichtung mit dem Ziel, allen Schüler/innen Zugang zu exzellenter Bildung zu ermöglichen und eine österreichweite Bewegung zur Beseitigung von Bildungsungerechtigkeit aufzubauen. Ziel des Programms ist die Verbesserung der Chancengerechtigkeit im Bildungswesen.

Mag. Birgit Radl-Wanko, MPA
Teach For Austria

 

Bernhard Hofer: Schüler/innen helfen Schüler/innen: Peer-to-Peer Lernen als Erfolgsrezept

Die Lernhilfe von begabten und leistungsstarken Schüler/innen für Schüler/innen bringt zahlreiche Vorteile mit sich, sowohl für Schüler/innen selbst, deren Eltern – Stichwort: teure Nachhilfe – und vor allem auch für Schulen. Es werden soziale Kompetenzen gefördert, das Selbstbewusstsein gestärkt und junge Menschen übernehmen Verantwortung füreinander. Welche Wirkungsweisen allgemein zum Tragen kommen und warum jene Schüler/innen, die ihren (jüngeren) Mitschüler/innen beim Lernen helfen, sogar mehr profitieren als jene, die Lernhilfe in Anspruch nehmen, und inwieweit dies begabungsfördernd ist, erläutert Mag.(FH) Bernhard Hofer, Gründer des sozialen Bildungsprojektes talentify.me in einem kurzen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion.

Mag. (FH) Bernhard Hofer
talent 2 talent GmbH, talentify




5. Chancengerechtigkeit durch Begabungsförderung? Top

Dieses Themenfeld rückt die Verantwortung des Systems und der/des Einzelnen für die Schaffung eines begabungsfördernden Umfelds sowie für die Entwicklung der individuellen Begabung und Exzellenz in den Fokus. Potenzialentfaltung wird unter förderlichen wie auch unter hinderlichen Bedingungen beleuchtet. Es wird den Fragen nachgegangen, was das System leisten kann, wie es die Begabungsentwicklung beeinflusst und welche Faktoren eine Rolle bei der Chancengerechtigkeit im formalen, non-formalen und informellen Bildungsbereich spielen.

 

5a. Chancengerechtigkeit und Begabungsförderung - Ein theoriegleiteter Blick − Victor Müller-Oppliger | Kai Maaz


Victor Müller-Oppliger: Der Potenzialentfaltung eine Chance geben. Begabungsförderung ist realisierte Bildungsdemokratie

Chancengerechtigkeit ist ein bildungsdemokratisches Versprechen. Es schließt die Gleichbehandlung von Menschen aus, die in ihren Fähigkeiten oder in ihrer Herkunft verschieden sind. Vielmehr verlangt es nach einer Abkehr von der Fehlannahme, wonach Gerechtigkeit „für alle das Gleiche“ bedeute und von einem Unterricht, der sich lediglich an Durchschnittsnormen orientiert. Die Anerkennung individueller Begabungspotenziale, unterschiedlicher soziokultureller Voraussetzungen und dadurch bedingter Ansprüche und Erwartungen rufen nach veränderten Bildungskonzepten, die den Möglichkeiten der Einzelnen gerecht werden. Sie sollen die Potenziale aller wahrnehmen (auch unerwartete und verdeckte!) und eine optimale Förderung individueller Ressourcen im Rahmen einer «Lernenden Gemeinschaft» der Inklusion ermöglichen.

Ein solches Bildungsverständnis kombiniert Begabungsförderung im leistungsdifferenzierenden Unterricht mit ergänzender schulinterner (Hoch-)Begabtenförderung und darüber hinausführenden außerschulischen, formalen und informalen Förderangeboten. Der Beitrag begründet eine erweiterte Didaktik für personalisierte Lernprozesse und Lernanlässe. Er diskutiert die Flexibilisierung von Schul- und Bildungsstrukturen ebenso wie Formen individualisierter Leistungserfassung und Qualifikation sowie die überinstitutionelle Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteurinnen bzw. Akteuren und Orten der Exzellenzentwicklung in Schulen und über sie hinaus.

Kernelemente sind dabei die Entwicklung von Fähigkeiten der Selbststeuerung und eines realistischen Selbstbewusstseins bei Lernenden; aber auch die Gestaltung einer demokratischen Schulkultur, in der Potenziale entdeckt und gefördert werden und in der es selbstverständlich ist, verschieden zu sein und Unterschiedliches leisten zu können.

Prof. Victor Müller-Oppliger
Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz

 

Kai Maaz: Chancengerechtigkeit – Ein Ding der (Un-)Möglichkeit?

Der Zugang zu Bildung soll unabhängig von individuellen Merkmalen eines Individuums sein. Muster sozialer Ungleichheit sind außerordentlich stabil, darauf hat die Bildungsforschung in den letzten 60 Jahren hinlänglich hingewiesen. Dies betrifft Ungleichheiten in Bezug auf den Zugang zu Bildung und in Bezug auf die sich daraus ergebenden Bildungsergebnisse. Die Frage nach dem Ausmaß an sozialer Ungleichheit und den Möglichkeiten, sie nachhaltig abzubauen, steht seit Jahrzehnten auf der bildungspolitischen Agenda.

Der Vortrag setzt sich theoretisch und empirisch mit dem Thema Bildungsungleichheiten und Chancengerechtigkeit auseinander. Begriffe wie Chancengerechtigkeit oder Chancengleichheit werden in diesem Kontext oft synonym verwendet. Daher soll zunächst eine begriffliche Klärung zentraler Konstrukte vorgenommen werden. Anschließend wird die Frage behandelt, wo und wie soziale Ungleichheiten im Bildungssystem entstehen. In diesem Kontext wird auch auf den aktuellen empirischen Forschungsstand eingegangen. Schließich werden Ansatzpunkte zum Abbau sozialer Ungleichheit und zur Förderung von Chancengerechtigkeit thematisiert.

In diesem Zusammenhang wird auch zu fragen sein, mit wie viel Ungleichheit ein Bildungssystem leben muss und ob eine bestmögliche Förderung ­– und damit ist auch die Begabtenförderung gemeint – den Bildungsstand über alle Gruppen hinweg positiv beeinflusst oder ob Ungleichheiten gar vergrößert werden.

 

Prof. Dr. Kai Maaz

Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)

5b. Resilienz und Begabung: Chancen und Probleme eines populären Konzepts − Margrit Stamm

 

Basierend auf dem neuesten Stand der Forschung und einer eigenen Längsschnittstudie gibt der Vortrag einen kritischen Überblick über die aktuelle pädagogische und bildungspolitische Diskussion. Zunächst werden die Merkmale von Resilienz anhand von zwei Fallbeispielen erläutert und diese den aktuellen Erkenntnissen der Resilienzforschung gegenübergestellt. In einem zweiten Schritt wird diskutiert, wie denn Hochbegabung und Resilienz miteinander verbunden sind und dass dabei sowohl das System als auch das Individuum berücksichtigt werden müssen. Diese Ausführungen leiten über zu einigen kritischen Äußerungen, welche an der Forschung und auch der Verwendung des Begriffs anzubringen sind. Den Abschluss des Vortrags bilden Empfehlungen für die pädagogische Praxis.

 

Prof. Dr. Margrit Stamm
Forschungsinstitut Swiss Education, Bern

5c. Bausteine für chancengerechte Bildungsprozesse und Potenzialentfaltung

In dieser Podiumsdiskussion werden die Themen Potenzialentfaltung und Chancengerechtigkeit unter einer systemischen Betrachtungsweise zusammengeführt. Es wird beleuchtet, welche Bausteine für chancengerechte Bildungsprozesse bereits vorhanden sind bzw. wo noch Handlungsbedarf besteht. Namhafte Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis diskutieren interdisziplinär u.a. die Frage, was im formalen, non-formalen und informellen Bildungsbereich unternommen werden kann, um Chancengerechtigkeit sowie eine individuelle Entwicklung für alle Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. Die Diskutantinnen und Diskutanten erörtern, wie Potenzialentfaltung sowohl unter förderlichen als auch unter hinderlichen Bedingungen gelingen kann. Sie suchen nach Faktoren, die ein System begabungsförderlich machen und beschäftigen sich mit den Grenzen des Systems sowie der Verantwortung der/des Einzelnen.

 

Diese Diskussion ist als Fishbowl konzipiert, um den Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, aktiv daran teilzunehmen, sich vertieft mit den Fragestellungen auseinanderzusetzen und an einer Antwortfindung mitzuwirken.

 

Diskutantinnen und Diskutanten:

  • Michael Bruneforth (bifie Salzburg)
  • Gunter Graf (IFZ Salzburg)
  • Kai Maaz (DIPF)
  • Margrit Stamm (Swiss Education)

Moderator: Willi Stadelmann