Erlass "Besser Fördern" - Verpflichtendes standortbezogenes Förderkonzept

Einer der zentralen Erlässe im Rahmen der Begabungs- und Exzellenzförderung stellt der Erlass „Besser Fördern“ dar. Dieser erging 2005 an sämtliche Schulen Österreichs und trat mit Schuljahr 2005/06 in Kraft.

Der Fördererlass verpflichtet jede Schule, ein standortbezogenes Förderkonzept zu entwickeln, das jeder Schülerin und jedem Schüler individuelle Förderung zukommen lässt. Die Förderung umfasst folgende Maßnahmen:

  1. Individualisieren des Unterrichts und differenzierte Unterrichtsgestaltung
  2. Zusätzliche Maßnahmen wie Förderunterricht, Freigegenstände, Unverbindliche Übungen, Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Muttersprache und Angebote für den Erwerb verschiedener Kompetenzen wie etwa Sozialkompetenz.


Explizit wird im Fördererlass auch die Förderung von (hoch)begabten Schülerinnen und Schülern hervorgehoben:

 
„In ein STANDORTBEZOGENES FÖRDERKONZEPT sollen alle schon bisher laufenden und künftigen Maßnahmen aufgenommen werden, wie z.B. Maßnahmen zur Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern (z.B. Angebote von Freigegenständen und unverbindlichen Übungen, eventuell mit entsprechenden Anforderungen für besonders begabte, interessierte bzw. vorgebildete Schülerinnen und Schüler; Teilnahme an Sommerakademien oder Angeboten des Begabtenzentrums in Salzburg; spezifische Schwerpunkte an der Schule oder Intensivsprachwochen etc.).“

Wiederum aber ist hervorzuheben, dass Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern vor allem durch Individualisieren des Unterrichts und durch eine differenzierte Unterrichtsgestaltung geschehen soll.

 

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